Beauftragter für Nachwuchswissenschaftler:

Dr. Eric Eils

Universität Münster

Fon: 0251/83-52975
Fax: 0251/83-52993

Nachlese des ersten Vorkurses für Nachwuchswissenschaftler der DGfB in München am 29.5.2003

Insgesamt haben über 80 Teilnehmer am ersten Vorkurs der DGfB für Nachwuchswissenschaftler teilgenommen. Dabei handelte es sich bei ca. 50 Personen um „echte“ Nachwuchswissenschaftler, die restlichen 30 Teilnehmer setzten sich aus „gestandenen“ Wissenschaftlern zusammen. Vor Beginn des Vorkurses wurden in einer Internet-Fragebogen-Aktion mögliche Inhalte des Vorkurses evaluiert. Letztendlich wurden insgesamt 6 verschiedene Themenblöcke ausgewählt und innerhalb des Vorkurses vorgestellt:

  • Von der Projektidee zur Studie (Prof. Dr. L. Claes, Ulm)
  • Finanzierungsmöglichkeiten der eigenen Stelle (Prof. Dr. A. Gollhofer, Freiburg)
  • Numerische Methoden in der Biomechanik (Dr. U. Simon, Ulm)
  • Statistik (Tests zur Prüfung von Unterschiedshypothesen) (Dr. E. Eils, Münster)
  • Manuskriptveröffentlichung (PD Dr. D. Rosenbaum, Münster)
  • Wissenschaftlicher Werdegang (Prof. Dr. M. Morlock, Hamburg)

Am Ende des Vorkurses wurden mit Hilfe eines Evaluationsfragebogens die Gestaltung und die Inhalte des Vorkurses beurteilt. Ebenso wurden persönliche Daten der Nachwuchswissenschaftler erfasst.

Der durchschnittliche Nachwuchswissenschaftler der DGfB ist demnach 31,1 (7,2 SD) Jahre alt (78% Männer, 22% Frauen). Der Großteil sind Doktorranden (48%), gefolgt von Diplomanden und Habilitanten (jeweils 12%) sowie Examenskandidaten (6%). Die Übrigen setzt sich aus Post-Docs, wissenschaftlichen Mitarbeitern, PJs u.a. zusammen. Etwa 10% machten keine Angaben zum Ausbildungsstand.

Drei Fachbereiche sind besonders stark vertreten: Ingenieurswissenschaften (30%), Medizin (28%) und Sportwissenschaft (22%). Weitere Fachbereiche sind Biologie, Zahnmedizin und Physik (jeweils 2%). Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

In Bezug auf die Gestaltung des Vorkurses stimmten 74% der Nachwuchswissenschaftler für das bisherige Konzept (Gesamtdauer des Vorkurses von einem halben Tag) und 26% sprachen sich für die Ausweitung auf einen ganzen Tag aus. In Bezug auf die Redezeit unterstützten 76% die bisherige Aufteilung der Vorträge von 20 Minuten Redezeit plus 10 Minuten Diskussion. 20% der Teilnehmer bevorzugten eine Ausweitung auf 30 Minuten Redezeit plus 15 Minuten Diskussion. Bei der Frage nach dem Charakter des Vorkurses stimmten 52% für Übersichtsreferate (wie durchgeführt) und 34% für Workshops, in denen bestimmte Thematiken vertiefend besprochen werden können. Hieraus kann abgeleitet werden, dass Vorkurse in Verbindung mit Jahrestagungen im bisherigen Stil (halber Tag, Vortragszeit 20 plus 10) stattfinden sollten. Da sich über 30% ebenfalls für die Durchführung von Workshops/ Sommerkursen eingesetzt haben, sollten ebenfalls thematisch klar umgrenzte Sommerkurse (zwischen den Jahrestagungen) stattfinden. Ein Anfang wird 2004 mit dem Sommerkurs ?Kinematische, kinetische und neuromuskuläre Analyse menschlicher Bewegung? über 3 Tage in Münster gemacht. Die Inhalte des Vorkurses wurden folgendermaßen auf einer Skala von 1 (trifft nicht zu) bis 6 (trifft zu) beurteilt:

Für über 90% der Teilnehmer waren die Inhalte des Vorkurses interessant!

Für 80% der Teilnehmer waren die Inhalte des Vorkurses für das Berufsziel relevant

74% der Teilnehmer gaben an in diesem Vorkurs viel gelernt zu haben,

und 66% der Teilnehmer waren der Meinung das Gelernte praktisch umsetzen zu können.

Insgesamt kann von einem großen Erfolg des ersten Vorkurses für Nachwuchswissenschaftler der DGfB gesprochen werden. Wir hoffen auf eine ähnlich gute Resonanz in den nächsten Jahren, insbesondere auch bei der Durchführung von Sommerkursen.